Alteria
Fürchte das Dunkel. Fürchte das Licht. Cid's Kompendium, immer wieder aktualisiert
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- Teil V: Die Religionen Alterias - Kapitel 1: Der Orden -

Kapitel 1.5 Die Lehren des Ordens

1.5.1. Die Lehre von den Letzten Dingen

Nach dem Glauben des Ordens herrscht in allen Sphären ein Naturgesetz des Ausgleichs. Dieses Ausgleichsprinzip besagt, kurz gefasst, dass jede Tat entsprechende Folgen hat; schadet man anderen, so wird dies zum eigenen Schaden, nutzt man anderen, so wird dies zum eigenen Nutzen, wenn auch oft indirekt. Die einzelnen Auswirkungen bestimmter Handlungen sind in einem komplexen Regelwerk festgehalten, den Weisen Büchern, die unter Punkt 4.3. behandelt werden.

Nach dem Ausgleichsprinzip sammelt ein Mensch im Laufe seines Lebens einen Ballast von Sünden und schlechten Gedanken an, der die Seele beschwert. Dieses Gewicht kann durch einen guten, gesetzmäßigen Lebenswandel erleichtert werden; außerdem kann ein Teil der Sünden bereits im selben Leben gebüßt werden, wenn dem Menschen Schlimmes widerfährt. Nach dem Tod löst sich die Seele vom Körper. Der Körper verrottet und wird wieder in den organischen Kreislauf aufgenommen. Die Seele kann sich, wenn sie leicht genug ist, ebenfalls auflösen und wieder in den Kreislauf der Lebensenergie eingehen. Ist sie jedoch zu schwer, weil ihr Träger ein schlechtes Leben gelebt hat, so bleibt sie an die Erde gebunden und wird wiedergeboren. Diese wiedergeborenen Seelen haben keine Erinnerung an frühere Leben, denn die Erinnerung ist nach dem Glauben des Ordens an den Körper gebunden, doch sie nehmen den Ballast ihres alten Lebens mit und müssen, wollen sie endgültig wieder zu Energie werden, diesen Ballast im neuen Leben ausgleichen, um leicht genug zu werden. Allerdings müssen nicht alle Menschen wiedergeborene Seelen tragen, es kann auch sein, dass sich aus der alles durchdringenden Lebensenergie der Welt eine jungfräuliche Seele bildet, wenn ein Mensch geboren wird. Diese Personen werden als besonders glücklich angesehen, haben sie doch eine unbefleckte Seele, ohne die Lasten vorheriger Leben.

Die ständige Wiedergeburt wird als Last angesehen, das Aufgehen in der Weltenergie als Erlösung. Wo, wie und wann man wiedergeboren wird, ist nicht festgelegt oder durch Handlungen im alten Leben bestimmt, sondern vom Zufall abhängig.


1.5.2. Schuld und Sühne

In den Weisen Büchern ist alles Wichtige zu Sünden, Schuld und Sühne festgehalten. Kommentierte Ausgaben dieser Schriften sind in jedem Tempel und in den meisten Buchläden erhältlich.


1.5.3. Regeln und Gesetze

Die Regeln und Gesetze, die der Orden für ein gutes, ausgeglichenes Leben gibt, berufen sich zum größten Teil auf die Gebote und Ratschläge in den Weisen Büchern. Allerdings sind einige Regeln nur indirekt abgeleitet oder haben sich aus der Praxis entwickelt.


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